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Gehen wir zurück ins Jahr 1880. Stell dir vor, du bist ein Jäger. Nicht irgendwo in Europa, nein, ein Jäger im Afrikanischen Busch. Hawkinsara HistoryDu liegst auf dem rauhen und unebenen Boden, das Gewehr im Anschlag.

Irgendwo hast du das "tiefe und rauhe Grollen" gehört. Links von dir, glaubst du, Blattwerk im Dickicht in Bewegung gesehen zu haben. Stille!

Du must dich getäuscht haben. Mit klopfendem Herzen gehst du in die Hockstellung, um einen besseren Überblick zu bekommen. Langsam rinnt der Schweiß deinen Rücken herunter, das Adrenalin pumpt dein Blut rasend schnell durch die Arterien. Der Pulsschlag ist gewaltig. Deine Handgelenke beben.

Schweiß rinnt nun von der Hutkrempe hinunter in deine Augen. Einen winzigen Moment kneifst du sie zusammen und wischt kurz mit dem Handrücken darüber. Sogleich bist du wieder hellwach und dein Blick sucht mit scharfen Augen die nahe Umgebung ab. Jetzt hörst du es eindeutig. Das kehlige dunkle "Grollen" etwa 30 Meter von dir entfernt. Neben deinem Körper spürst du leichte Bewegung. Deine beiden Hunde sind angespannt. Du hast die besten aus deinem Rudel mitgenommen. Zwei Weibchen von unterschiedlicher Größe und Aussehen. Eins haben sie gemeinsam.

Hawkinsara Historie Zeichnung 01

Auf ihrem Rücken tragen sie einen schmalen Strich, an dem das Haar in die entgegengesetzte Richtung wächst. Das Erstaunliche an diesen kuriosen Hunden ist, daß sie genau zu wissen scheinen, wie man mit einem Löwen dealt. Beide Weibchen sind muskulös und atletisch gebaut. Ihre Pfoten sind stark, kompakt und rund. Gemacht für lange Distanzen in rauhem und felsigen Terrain.

Der Jäger wirft einen kurzen Blick zur Seite und sieht in die angstlosen, mutigen und sogleich vor Anspannung geweiteten wachen Augen. Nun fühlt er sich sicher. Zur Linken nimmt eine Bewegung wahr, die seine beiden Hunde sekundenbruchteile zuvor bereits wahrgenommen hatten. Mit enormer Schnelligkeit haben sie sich bereits drei Meter von ihm entfernt, mit wütendem dunklen Bellen. Sofort ist der Jäger auf den Beinen und folgt seinen beiden Hündinnen.

Er hört das Bellen und das aggressive Grollen der mächtigen Katze. Er läuft schnell, mit vor Anstrengung gesteigerter und keuchender Atmung. Die Hunde halten den Löwen in schach. Seine riesige Pranken schlagen nach den Angreifern. Anscheinend mühelos entgehen die Hunde den Attacken. Mit einer einmaligen Wendigkeit und Schnelligkeit scheinen sie Überall und Nirgends zu sein.

Der Jäger hebt sein Gewehr. Ein Schuss durchdringt die kurze Stille. Cornelius van Rooyen läßt sein Gewehr sinken. Seine Hündinnen umkreisen ihn. Nellis steht einen Moment unbeweglich, den Blick auf die Katze zu seinen Füßen gerichtet. Laß uns Scott holen, sagt er. Er dreht sich herum um seinen weißen Hengst zu holen.

FRÜHE VORFAHREN UNSERER HEUTIGEN RIDGEBACKS

Hawkinsara Historie Zeichnung 02

Um zu verstehen, wie es zu der Jagd mit den besonderen "Ridge" tragenden Hunden kam, müssen wir noch weiter in die Vergangenheit zurückgehen. Zurück zu dem Tag, als weiße Menschen erstmals den Fuß auf Afrikanischen Boden setzten.

Das Handelsschiff lag vor Anker. Der Kapitän und sechs Gefolgsleute starrten auf den Berg der hoch vor ihnen emporragte. Was liegt dahinter, fragte einer der bärtigen Männer.

Ob es hier Menschen gibt? Seien wir auf der hut. Die Truppe bereitete sich auf einen Marsch vor, gefüllte Wasserflaschen und Proviant in den derben Taschen. Nach zehn Kilometern beschleunigten sie ihr Tempo und hatten gegen Abend etwa vierzig Kilometer zurückgelegt. Laß uns ein Nachtlager aufschlagen, sagte der Kapitän und bückte sich, um seine Utensilien auszupacken. Kurz nach Sonnenaufgang maschieren wir weiter. Die Männer waren erschöpft und ließen sich auf ihr Lager nieder, das sie sorgsam errichtet hatten. Die Nacht war ohne Vorkommnisse.

Gleich nach den ersten Sonnenstrahlen, sie den Boden erwärmten, machten sie sich auf den Weg. Gegen Mittag kamen sie an eine Schlucht, die von einem Fluß mit gewaltiger Kraft durchbraust wurde. Einer der Männer entdeckte einen steilen Fußpfad, der das Ostufer des Flusses entlanglief. Es dauerte weitere vierundzwanzig Stunden, bis sie auf ebenes Land kamen. Dort sahen sie aufeinmal Bäume einer ganz ungewöhnlichen Art.

Sie stehen ja auf dem Kopf, rief Jack, ein Mann von kleiner Statur aber jedoch mit beträchtlichen Kräften ausgestattet. Er lief zu einem der Bäume, der mindestens fünf Meter Durchmesser hatte. Seine Rinde war sehr weich und haarig und als er draufdrückte, sanken seine Finger tief ein. Das erstaunlichste war aber, das der circa 18 Meter hohe Baum nur dünne Zweige hatte. Er sieht aus wie eine Pflanze die man ausgerissen hat und umgekehrt wieder in die Erde gesteckt hat, rief er aus. Lange Zeit später erst sollen die Männer das Geheimnis des "Baobab" Baumes kennen lernen, aus dem Flüssigkeit heraustropft, wenn man ihn anschneidet.

Viele Einheimische verdanken diesem Baum das Leben, da er eine Wasserquelle ist, wenn man am Verdursten ist. Auch kann man seine Blätter kochen und essen, aus seinen Samen ein prickelndes Getränk herstellen und schält man sein schwammiges Holz ab, vermag man daraus einSeil zu flechten. Als die Männer weiter in Richtung des Landesinneren marschierten, wurde ihr Staunen immer größer. Auf der Savanne wuchsen fremde Gräser, sie sahen unterschiedliche Vögel von solch einer Farbenpracht, wie sie es vorher noch nie gesehen hatten.

Unbekannte Kleintiere liefen zwischen Felsen umher. In der Ferne sahen sie Elefanten, Antilopen und galoppierende Zebras. Eine Hyäne knurrte von weiter her. Endlose Kilometer weit erstreckte sich Flachland vor ihnen, manchmal von kleinen oder größeren Hügeln durchbrochen und von vielen namenlosen Flüssen durchströmt. Als die Dämmerung hereinbrach, schlugen sie ihre Lagerstätte auf und errichteten das Feuer.

In der Nacht wurden sie ein paar mal durch das Grollen von weiter entfernten Löwen geweckt, die sich durch die Flammen des Lagerfeuers nicht näher heranwagten. Gegen Morgen des fünften Tages stieß die Gruppe das erste mal auf menschliche Behausungen. Es waren kleine Hütten mit Strohdächern aus denen merkwürdige Laute zu dringen schienen. Du großer Gott, was ist das, ließ Henrik vernehmen, als er einige kleine Gestalten wahrnahm. Es waren braune, noch nie zuvor gesehene kleine Menschen, die kuriose Schnalzlaute von sich gaben.

Die Männer waren nackt, bis auf ein Lendentuch aus Schakalfell. Um die Taille hatten sie einen Beutel gebunden, der vermutlich ihre Schätze enthielt. Noch mehr verwirrt waren sie bei dem Anblick der Frauen. Sie hatten solch ein riesiges Gesäß, das bequem ein breiter Mann darauf sitzen konnte. Wohin sie auch liefen, an ihren Fersen klebten gräßliche Kreaturen. Schakalähnliche häßliche Hunde mit einem Strich auf dem Rücken. Das Haar dieser Hunde wuchs hier in die umgekehrte Richtung.

Die Crew war hier auf eine nomadische Gruppe gestoßen; die Gruppe der Khoi Khoi (oder auch Hottentotten genannt). Deren Hunde waren ebenso exzellente Wächter und Beschützer, wie auch Jäger. Sie waren ihren Herren absolut ergeben und treu und waren perfekt an die rauhen Gegebenheiten des Afrikanischen Buschs angepasst. Die Hunde schienen eine Unerschrockenheit und Mutigkeit innezuhaben, die absolut außergewöhnlich und beeindruckend war. Die Entdeckung der "Weissen" sollte den Grundstein zu unserer heutigen Rasse "Rhodesian Ridgeback" legen.

"HOTTENTOTTEN FRAU"

Hawkinsara Historie Zeichnung 03

(die schwarze Seite der Entdeckung dieses Nomadenvolkes):

Die weissen Europäer stellten eine solche Frau als Kuriosität auf einem Jahrmarkt aus; zur Belustigung der gaffenden Menge.

Im Jahr 1652 legte eine große Handelsflotte am Kap der Guten Hoffnung an. Ein Mann namens Jan van Riebeeck, ein Kaufmann aus Holland hatte den Auftrag erhalten, eine Zwischenstation auf dem Kap zu errichten, das die Schiffe der Holland-Ost-India-Company mit neuen Vorräten und Schießpulver versorgen sollte.

So kam es, daß Europäer in dem fremden Land am Kap ansässig wurden, Weinbau betrieben und mit den Khoikhoi anfingen, Handel zu betreiben. Die Khoikhoi (Hottentotten) waren Hirten und die "weißen Eindringlinge" waren begierig auf frisches Fleisch.

Auch blieb den Europäern die exzellenten Fähigkeiten der schakalähnlichen Hunde nicht lange verborgen. Schon bald begannen sie mitgebrachte Holländische, Deutsche,- und Portugiesische Jagdhunde, Bluthunde, sowie Mastiffs mit ihnen zu verpaaren. Daraus resultierten die sogenannten "Boerhonds" (Farmer Hunde), die dann beinahe auf jeder Farm zu finden waren. Etwa um 1850 wurden die Boerhonds mit der kurzen Mähne auf dem Rücken, bei Afrikanern favorisiert und es dauerte nicht lang, ebenso von Britischen Siedlern und Farmern im Süden und Norden des Limpopo Rivers. Diese Hunde erwiesen sich nämlich als die besten Beschützer, Jäger und am besten angepasst an die rauhe Umgebung. Sie waren ihrem Herrn absolut loyal gegenüber und beschützten ihn furchtlos, wenn ihm Gefahr von Löwen, Tigern, Leoparden, Wölfen, Schakalen, Hyänen etc. drohte. Die Farmerhunde wurden mit der Zeit von hohem Wert für die Einheimischen und auch für die Siedler. Sie waren laut früheren Beschreibungen mittelgroß, ungefähr 20 kg schwer und von rotbrauner oder goldbrauner Farbe. Sie hatten hängende Ohren und einen langen buschigen Schwanz.

1873 die Londoner Missionar Society sendete Missionare nach Süd Afrika. Es waren die "Helms", die die ersten Jahre auf der Zuurbrack Missionsstation in der Nähe von Swellendam in der Western Cape Province verbrachten. Nicht lange danach, machten sie sich auf den Weg in einem Treck mit Ochsenwagen in Richtung Bulawayo. Ziel war

die Hope Fountain Mission. Für die Reise nach Norden, wurden ihnen zwei große braune Hunde mit Ridge auf dem Rücken mitgegeben.

Diese beiden Hunde waren die Tiere, mit denen alles begann.

Cornelius van Rooyen bewunderte diese beiden Hunde und übernahm sie. 35 Jahre lang züchtete er, um für die damalige Zeit den perfekten Jagdhund zu erhalten.

1922: Bulawayo Kennel Club erkennt die Zucht an.

1924: Die ersten Hunde werden von der Kennel Club Union of Southern Africa registriert und der Name: "Lion Dog" akzeptiert.

1932: aus dem Namen "Lion Dog" wird der heutige offizielle Name: "Rhodesian Ridgeback". Das Volk damals begann aber erst spät in 1970 diesen Namen zu übernehmen.

Heutzutage ist der Rhodesian Ridgeback der nationale Hund Süd Afrikas und ist auf dem Emblem der Kennel Union dargestellt.

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